Während die bildende Kunst gestalteter Raum darstellt, gestaltet Musik die Zeit. Sie füllt den Ablauf der Zeit durch Rhythmen, Melodien und Harmonien. Auch die Dynamik ist ein wesentliches gestalterisches Mittel: von der Lautlosigkeit bis zur Schmerzgrenze, je nach Musikrichtung. Diese musikalischen Parameter und die Gefühle und intelektuellen Reize, die sie in einem menschlichen Zuhörer auslösen bestimmen das, was man als Musik bezeichnet, und differenziert sie vom bloßen Geräusch. Das heißt vor allem: Musik wird zur Musik, wenn sie von Menschen wahrgenommen wird und auch, dass Musik bewusst gemacht wird, wenn auch manchmal Menschen in natürlichen Geräuschen Musik empfinden können.

Allerdings gibt es auch eine Musikrichtung, die obige Prinzipien außer Kraft setzt: Noise. Hierbei handelt es sich um ein Genre, dass Töne und Klänge weitestgehend durch Geräusche ersetzt, die normalerweise nicht als Ton oder Klang empfunden werden. Damit geht auch der Verzicht auf Strukturen wie Melodien und Rhythmus einher. Die daraus entspringenden Werke decken sich allerdings nicht immer mit dem Musikverständnis von Wolfgang Amadeus Mozart: "Die Musik soll auch in der schauervollsten Lage niemals das Ohr beleidigen, sondern doch dabei Vergnügen, folglich allzeit Musik bleiben."
  • Zu den faszinierendsten Musikerpersönlichkeiten des zwanzigsten Jahrhunderts gehört ohne Zweifel Frank Zappa. Auf unserer Seite finden sie eine kurze Würdigung seines Lebens und Werkes. Dort finden Sie auch interessante weiterführende Links zu Zappa-Sites.
  • Miles Davis und Zappa vereinte eine entscheidende Eigenschaften: Beide waren innovativ und stilprägend, was sich in ihrer Fähigkeit zeigt, immer wieder auch neue Einflüsse in Ihre kompositorisches Schaffen einfließen zu lassen. Miles Davis hatte entscheidenden und prägenden Einfluss auf Bebop, Cool Jazz, Free Jazz, Fusion (Fusion aus Jazz und Rockmusik) und in den letzten Monaten seines Lebens beschäftigte er sich sogar mit einer Verschmelzung seiner Musik und des Rap. Ausführliche Informationen über ihn findet man bei Jan Lohmann
  • Die Rechte an Musik und Kompositionen werden heute leider viel zu oft in irreführender Weise als "Geistiges Eigentum" bezeichnet. Wessen "Eigentum"? Das der Musikindustrie oder der Künstler und Künstlerinnen? Das Urheberrecht und das Copyright bezeichnen die Schöpfer als die Rechteinhaber. "The Indelicates", eine musikalisch sehr interessante Band aus England, haben einen mutigen Schritt gewagt: Sie verzichteten auf die Verlängerung eines Plattenvertrages und gründeten ein eigenes Label. Das neueste Album der Indelicates "Songs for Swinging Lovers" ist auf Pay-What-You-Want-Basis (PWYW, Zahle-was-Du-willst) zum Download erhältlich. Mehr über die Gründe im Interview von Bernd Klein mit Simon Indelicate.
  • "why do we crucify ourselves, every day i crucify myself, nothing i do is good enough for you" war der erste Song, den ich von Tori Amos und ich war alles andere als "crucified". Ich war begeistert von ihrer Musik und vor allen von ihren introvertierten teilweise düstern müstischen Texten.
Musik ist von ihrer Natur her nicht geeignet überhaupt etwas auszudrücken. Musik drückt sich selbst aus.
Igor Stravinsky

Frank Zappas Antwort auf die Frage: "Was ist Musik?":
"Information ist kein Wissen, Wissen ist keine Weisheit, Weisheit ist keine Wahrhet, Wahrheit ist nicht Schönheit, Schönheit ist nicht Liebe, Liebe ist nicht Musik und Musik ist DAS BESTE"
Bob Marshall Interviews Frank, 1988

Honoré de Balzac: "Die andern Künste erlegen dem Geist bestimmt umrissene Schöpfungen auf, die Musik ist in den ihrigen unbegrenzt. Wir müssen die Gedanken des Dichters, das Gemälde des Malers, das Bildwerk des Bildhauers hinnehmen; aber jeder von uns legt die Musik je nach seinem Schmerz oder seiner Freude aus, nach seinen Hoffnungen oder seiner Hoffnungslosigkeit. Dort, wo die andern Künste unsere Gedanken einkreisen, indem sie sie auf etwas bestimmt Umrissenes festlegen, läßt die Musik sie gerade entfesselt durch die ganze Natur schweifen, die sie die Macht hat, uns auszudrücken."
Literatur, die besondere Art von Musik für mich. Beckett, der literarische Philip Glass, der mit sprachlichen Bruchstücken und Fragmente Meisterwerke zauberte. Oder James Joyce, der grenzenlos mit Worten asende, lässt im Gebabbel seiner schmutzigen Wäsche waschenden Wäscherinnen Liffey in einem Strom von Worten erklingen.

Sprache, Fremdsprache, Zweisprachigkeit

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Dort findet sich auch der Roman Galois Schweigen von Bernd Klein.
Noch ein klein wenig in bescheidenem Umfang gibt es hier: Bernd Klein
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